Thermit®-Schweißen im Gleisbau – Verbindung unter 2.400 °C

Im Video siehst du einen klassischen Thermit®-Schweißvorgang –
ein seit über 100 Jahren bewährtes Verfahren zur dauerhaften Verbindung von Schienen.

Was passiert technisch?

Eine Mischung aus Eisenoxid und Aluminium wird im Gießtiegel gezündet.
Die aluminothermische Reaktion erzeugt Temperaturen von rund 2.400 °C.
Dabei entstehen:

  •  flüssiger Thermitstahl
  • Aluminiumoxid-Schlacke (Korund), die oben aufschwimmt

Nach der Reaktionszeit wird der Tiegel abgestochen –
der flüssige Stahl läuft in die Form und verbindet die exakt ausgerichteten Schienenenden kraftschlüssig.

Worauf kommt es an?

  • Präzises Ausrichten von Schienenkopf und -fuß
  • Dichtes Einformen mit Halbformen und Quarzsand
  • Saubere Nachbearbeitung: Abscheren und Vorschliff im heißen Zustand

Nach wenigen Minuten ist der Stahl erstarrt.
Überschüssiges Material wird entfernt, die Fahrfläche exakt geschliffen – entscheidend für Laufruhe, Belastbarkeit und Betriebssicherheit.

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