Alte Holzschwellen: nicht unterschätzen.

Aus aktuellem Anlass in unseren Projekten und mit Blick auf die sommerlichen Temperaturen möchten wir auf ein Thema aufmerksam machen, das im Bahnbau immer wieder relevant wird: der sichere Umgang mit alten Holzschwellen.

Viele dieser Schwellen wurden früher mit teerölhaltigen Holzschutzmitteln wie Carbolineum oder Kreosot imprägniert. Diese Stoffe machten das Holz besonders langlebig, bringen aber auch gesundheitliche Risiken mit sich.
Problematisch sind vor allem enthaltene Schadstoffe wie Phenole, Kresole und krebserzeugende polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, zum Beispiel Benzo(a)pyren.

Gerade im Sommer ist besondere Vorsicht geboten: Durch Hitze und direkte Sonneneinstrahlung können Teeröle aus dem Holz austreten. Die Rückstände sind oft klebrig, riechen stark nach Teer und können über Hautkontakt aufgenommen werden.

Deshalb gilt: Alte Holzschwellen nicht ungeschützt anfassen, nicht zersägen, nicht lagern und nicht weiterverwenden. Rückbau und Entsorgung gehören in fachkundige Hände.

Sicherheit beginnt nicht erst auf dem Gleis, sondern auch beim richtigen Umgang mit Altmaterialien.

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